Hatha Yoga

Das Hatha Yoga ist eine Form des Yoga, bei der ein »Gleichgewicht zwischen Körper und Geist« durch körperliche Übungen (Asanas), durch Atemübungen (Pranayama) sowie durch Meditation angestrebt wird.
Der Begriff »Yoga« kann sowohl »unter ein Joch bringen« wie auch »anbinden« oder »binden« bedeuten.

So gesehen ist Yoga eine Lehre, die eine Reihe von Übungen beinhaltet, mit welchen versucht wird, alle Teile eines Menschen – die geistigen/seelischen und die körperlichen zusammenzubringen, um eine umfassende Ausgeglichenheit und  Harmonie zu erlangen.

Marma Yoga

Das Marma Yoga sieht sich selbst als die wissenschaftliche Weiterentwicklung des klassischen Hatha Yoga. Die Marma-Lehre stellt ein Modell zur Verfügung, mit Hilfe dessen die durch eine Yogaübung ausgelösten Rückmeldungen des Körpers verstanden und seine psychosomatischen Zusammenhänge erkannt werden können.

Mit Marmas (oder auch Marma-Punkten) werden im menschlichen Körper bestimmte Stellen bezeichnet, welche besonders vital und gleichzeitig verletzlich sind. In Momenten einer Verunsicherung oder Bedrohung versucht der Körper durch Schutz-, Kampf- und Fluchtreflexe, diese Stellen zu schützen. Dabei wird der gesamte Organismus durch die Ausschüttung von Stress-Hormonen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Wenn sich diese Alarmbereitschaft nicht wieder auflöst, was insbesondere bei chronischem Stress der Fall ist, verliert der Körper auf Dauer einen Teil seines Handlungsspielraums.yoga-in-wuermtal-cordula-grimm8

Beim Marma Yoga werden bestimmte Yogahaltungen eingenommen, die so ungewöhnlich sind, dass sie für den Körper eine Verunsicherung darstellen und Stress erzeugen. Mit Hilfe der Marma-Punkte wird untersucht, wo und auf welche Weise sich die Verunsicherung auswirkt und wie durch kleine Veränderungen der Haltung Entspannung und Beruhigung erzeugt werden können. Ziel ist es, dem Körper zu ermöglich, sich wieder selbst optimal regulieren zu können.

Diese Methode wird auch als psychosomatisches Gesundheitstraining bezeichnet.